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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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wenig und stellte die fünf offnen Finger auf sein Herz, alswollt' er's ergreifen und herausziehen, und blickte auf dassteinerne blasse, als wollt' er sagen: warum ruht meinesnicht auch? Der gute sterbende Viktor, zermalmet vonliebendem Jammer, zerrinnend in Mitleid, wollte an dentheucrn verheerten Busen fallen und wollte mehr als denSeufzer sagen:o Gott, mein guter Vater!" Aber derLord hielt ihn sanft von sich ab und die Gallcnzähre wurdeunvergessen vom Auge zerquetscht. Der Lord fing Wieder-au, aber kälter:glaube nicht, daß ich besonders gerührt bin glaube nicht, daß ich eine Freude begehre, oder einenSchmerz verwünsche ich lebe nun ohne Hoffnung undsterbe nun ohne Hoffnung!"

Seine Stimme kam schneidend über Eisfelder her, seinBlick war scharf durch Frost.

Er fuhr fort:Wenn ich sieben Menschen vielleichtglücklich gemacht habe, so muß auf meinen schwarzenMarmor geschrieben werden: es ruht... . Warum wun-derst du dich so? Bist du jetzt schon ruhig?" DcrVatcr sah starr auf das weiße Herz, und starrer gerade aus,als wenn eine Gestalt sich aufhöbe aus dem Grabe dasfrierende Auge legte und drehte sich auf eine aufdringcndeThräne schnell zog er einen Flor von einem Spiegel zurückund sagte:Blicke hinein, aber umarme mich daraus!" . . .Viktor starrte in den Spiegel und sah schaudernd ein ewiggeliebtes Angesicht darin erscheinen das Angesicht seinesLehrers Dahore er bebte wol zusammen, aber er sahsich doch nicht um, und umfaßte den Vater, der ohne Hoff-nung war.

Du zitterst viel zu stark (sagte der Lord), aber frage