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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
236
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Hundsposttagcn sicherlich sehe." Einen närrischen philoso-phischen Styl hat sich der Leser angewöhnt; aber es ist wahr;daher ein Mädchen nie so begierig sür ihr Theater den zwei-ten Liebhaber wirbt, als nach dem Hintritt des ersten undnach den Schwüren, ihr Werbepatent wegzuwerfen.

Wie konnte aber der Leser aus noch wichtigere Ursachen *)nicht fallen, 1) ans die Gesammtlicbe und 2) auf ViktorsMnttermäler?

1) Die Gesammt- oder Zuglcichliebe ist zu wenig be-kannt. Es ist noch keine Beschreibung davon da, als meine:in unfern Tagen sind nämlich die Lesekabinette, die Tanz-säle, die Konzcrtsälc, die Weinberge, die Kaffee- und Thee-tische, diese sind die Treibhäuser unscrs Herzens und dieDrathmühlcn unserer Nerven, seneö wird zu groß, diese zusein wenn nun in diesen chelustigen und ehclosen Zeitenein Jüngling, der noch auf seine Messiasin wie ein Judepasset und der noch ohne den höchsten Gegenstand des Her-zens ist, von ungefähr mit einer Tanz-Hälfte, mit einer Klu-bistin, oder Associee, oder Amtschwester, oder sonstigen Mit-arbeiterin hundert Seiten in den Wahlverwandtschaftenoder in den Hundöposttagcn liefet oder mit ihr über denKleebau oder Seidenbau oder über Kants Prolcgomcna dreibis vier Briefe wechselt oder ihr fünfmal den Puder mitdem Pudermeffer von der Stirne kehrt oder neben undmit ihr betäubende Säbelbohnen anbindct oder gar inder Geisterstunde (die eben so oft zur Schäferstunde wird)

*) Eine vierte Ursache wäre, daß ihm jetzt jede Liebe gegeneine andre, als gegen Klotilde, ein Verdienst um seinenFreund zu sepn schien.