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Reformator einer solchen irrenden Seele seyn, und seine sym-pathetische Laune ist nichts als ein zweifelnder Seufzer überdas menschliche Gehirn, das 70 Normaljahre hat, undüber das Leben, das ein Glaubens-Interim ist, und überdie theologischen Doktorringe, die solche Drcifaltigkeitringcsind, und über die theologischen Hör- und Sprechsäle, worinsolche Sekundcn-Uhren zeigen und schlagen.
— Endlich geht er aus Knsscwiz um 6 Uhr Morgens.Eine sehr schöne Tochter des Grafen von O. kam erst um7 Uhr zurück: das ist unser aller Glück, er säße sonstnoch da.
Der Hundsposttag ist aus. Ich weiß nicht, soll ich einExtrablatt machen oder nicht. Der Schalttag ist an derThüre; ich will's also bleiben lassen und nur ein Pseudo-Extrablatt hcrsetzen, welches sich bekanntlich von einem kano-nischen ganz dadurch unterscheidet, daß ich's im apokrpphi-schcn durch keine Ueberschrift merken lasse, sondern nur unterder Hand von der Geschichte wegkomme zu lauter Fremd-sachcn.
Ich nehme meinen historischen Faden wieder auf undbefrage den Leser, was hält er von Sebastians Weiber-Lieb-haberei? Und wie erklärt er sich sie? — Wahrhaft philo-sophisch versetzt er: „aus Klotildcn; sie hat ihn durch ihr„Magnctisiren mit der ganzen Weiber-Welt in Rapport ge-setzt; sie hat an diesen Bienenschwarm geklopft, nun ist kein„Ruhen mehr. — Ein Mann kann 26 Jahre kalt und seuf-„zerlos in seinem Bücherstaubc sitzen; hat er aber den Aethcr„der Liebe einmal geathmet: so ist das eirunde Loch des Her-zens auf immer zu und er muß heraus in die Himmclluft„und beständig nach ihr schnappen, wie ich in den künftigen