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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Reformator einer solchen irrenden Seele seyn, und seine sym-pathetische Laune ist nichts als ein zweifelnder Seufzer überdas menschliche Gehirn, das 70 Normaljahre hat, undüber das Leben, das ein Glaubens-Interim ist, und überdie theologischen Doktorringe, die solche Drcifaltigkeitringcsind, und über die theologischen Hör- und Sprechsäle, worinsolche Sekundcn-Uhren zeigen und schlagen.

Endlich geht er aus Knsscwiz um 6 Uhr Morgens.Eine sehr schöne Tochter des Grafen von O. kam erst um7 Uhr zurück: das ist unser aller Glück, er säße sonstnoch da.

Der Hundsposttag ist aus. Ich weiß nicht, soll ich einExtrablatt machen oder nicht. Der Schalttag ist an derThüre; ich will's also bleiben lassen und nur ein Pseudo-Extrablatt hcrsetzen, welches sich bekanntlich von einem kano-nischen ganz dadurch unterscheidet, daß ich's im apokrpphi-schcn durch keine Ueberschrift merken lasse, sondern nur unterder Hand von der Geschichte wegkomme zu lauter Fremd-sachcn.

Ich nehme meinen historischen Faden wieder auf undbefrage den Leser, was hält er von Sebastians Weiber-Lieb-haberei? Und wie erklärt er sich sie? Wahrhaft philo-sophisch versetzt er:aus Klotildcn; sie hat ihn durch ihrMagnctisiren mit der ganzen Weiber-Welt in Rapport ge-setzt; sie hat an diesen Bienenschwarm geklopft, nun ist keinRuhen mehr. Ein Mann kann 26 Jahre kalt und seuf-zerlos in seinem Bücherstaubc sitzen; hat er aber den Aethcrder Liebe einmal geathmet: so ist das eirunde Loch des Her-zens auf immer zu und er muß heraus in die Himmclluftund beständig nach ihr schnappen, wie ich in den künftigen