222
Landes; die Untcrthanen sind eben so viele dagegen kämpfendeTriebe, die überwunden werden müssen. Ihm gehört daherdie gesetzgebende Gewalt allein (die ausübende seinen Günst-lingen); — schon bloße gescheidte Männer (wie Solon, Ly-kurg) hatten die gesetzgebende Gewalt allein, und waren dieMagnetnadel, die das Staatsschiff führte; ein Despotbesteht, als Thronfolger von jenen, fast aus lauter Gesetzen,ans fremden und eignen zugleich, und ist der Magnetberg,der das Staatsschiff zu sich bewegt. — „Sein eigner Sklaveseyn, ist die härteste Sklaverei" sagt ein Alter, wenigstensein Lateiner; der Despot fordert aber von andern nur dieleichtere, und nimmt auf sich die schwerere. — Ein anderersagt: paroro scü'6, pur imptzl'io gloriu 88t; Ruhm und Ehreerbeutet also ein Negersklave so viel, wie ein Negcrkönig. —biervi pro Iiollis Iioliontor; daher fühlen auch politische Nulli-täten den Druck der Hofluft so wenig, wie wir den derandern Luft; despotische Realitäten aber verdienen schondarum ihre Freiheit, weil sie den Werth derselben so sehrzu fühlen und zu schätzen wissen. Ein Republikaner im edlcrnSinn, z. B. der Kaiser in Persien, dessen Freihcitmütze einTurban und dessen Freiheitbanm ein Thron ist, sicht hinterseiner militärischen Propaganda und hinter seinen Ohnehoscnmit einer Wärme für die Freiheit, wie sie die alten Autoresin den Gymnasien fordern und schildern. Ja wir sind nieberechtigt, solchen Thron-Republikanern Brutus-Scelcngrößefrüher abzusprecheu, als man sie auf die Probe gesetzt; undwenn in der Geschichte daö Gute mehr ausgezeichnet würde,als das Schlimme, so müßte man schon jetzt unter so vielenSchachs, Chans, Najahö, Kaliphen manchen Harmvdion,Aristogiton, Brutus re. aufzuwcisen haben, der im Stande