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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Erbetteltes Extrablättchm über die größere Freiheitin Despotien.

Nicht nur in Gymnasien und Republiken, sondern auch(wie man auf der vorigen Seite sieht) in Monarchien wer-den Reden genug gehalten ans Volk nicht, aber doch andessen cl'otore8 udseutis. Eben so ist in Monarchien Frei-heit genug, obgleich in Despotien deren noch mehr seynmag, als in jenen und in Republiken. Ein wahrer despo-tischer Staat hat, wie ein erfronrcS Faß Wein, nicht seinen(Freiheit-) Geist verloren, sondern ihn nur aus demwässerigen Umkreis in einen Feuerpunkt gedrängt; in einemsolchen glücklichen Staate ist die Freiheit bloS unter diewenigen, die dazu reis sind, unter den Sultan und seineBassen vertheilt, und diese Göttin (die noch oster als derVogel Phönix abgebildet wird) hält sich für die Mengeder Anbeter desto besser durch den Werth und Eifer der-selben schadlos, da ihre wenigen Epopten oder Eingeweihten

die Bassen ihren Einfluß in einem Maß genießen,dessen ein ganzes Volk nie habhaft wird. Die Freiheit wirdgleich den Erbschaftmassen durch die Menge der Erbnehmerkleiner; und ich bin überzeugt, der wäre am meisten frei,der allein frei wäre. Eine Demokratie und ein Oelgemäldesind nur auf eine Leinwand ohne Knoten (Ungleichheiten)aufzutragcn, aber eine Despotie ist eine erhobene Arbeit

oder noch sonderbarer: die despotische Freiheit wohnt wieKanarienvögel nur in hohen Vogelbauern, die republi-kanische wie Emmerlinge nur in langen.

Ein Despot ist die praktische Vernunft eines ganzen