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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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halte Stunde früher aus den Morgenfedcrn, woraus diegrößten Flügel der Träume gemacht werden, heraus war.Unter dem Getöse der Wagenkcttcn, der Hunde und Hähnetrennte er sein sanftes Herz von lauter liebenden Augen,und indem ihn das Klopfen des einen und das Erweichen derandern verdroß, wurde alles noch ärger; denn der äußereLärm stillt den inncrn der Seele.

Draußen schwammen alle Grasetncn und Samenfclderim Tropstad des Thaus und im kalten Luftbad desMorgenwinds. Er wurde darin wie heißes Eisen gehärtet;ein Morgenland voll unübersehlichcr Hoffnungen umzog ihn,er entkleidete seine Brust, warf sich brennend ins tropfendeGras, wusch sich (aber nicht aus höhern Absichten der Mäd-chen) das feste Gesicht mit flüssigem Jnniusschnee, und trat,mit straffer» Fibern bespannt, aus dem Tropfbad in denAnzug zurück blos Haar und Brust steckt' er in keinGefänguiß.

Er wäre gewiß eher abgegangen; aber er wollte demMonde auöweichen, den er so wenig mit der Sonne gattenkonnte, als die Kinder von beiden, nämlich Nachtgedankenmit Morgcngedanken. Denn wenn die Morgenwolken umden Menschen thaucn, wenn die liebenden Vögel schreienddurch den Glanznebel schießen, wenn die Sonne ans derWolkeuglut vorschwillt: so drückt der erfrischte Mensch seinenFuß tiefer in seine Erde ein, und wüchset mit neuem Lebcns-Epheu fester an seinen Planeten an.

Langsam watete er durch einen niedrigen Hasclstauden-Gang und streifte ungern ihre erkälteten Käfer ab; er hieltan sich und stand endlich, um sich zu verspäten, damit ernicht im nahen Wäldchen wäre, wenn gerade die Sonne