mehr da ist, als unsre bloßen Posthum, und Nachfahrer,nämlich wir. Da nun glücklicherweise niemals in einenund denselben Augenblick zugleich Versprechen und Haltenhineingehcn: so kann die angenehme Folge für uns alledaraus fließen, daß überhaupt gar keiner sein Wort zu hal-ten verbunden sei, er mag Kuppel oder Sägespan einesThrones seyn. Auch die Hofleute (die Thron-Eckcnbeschläge)setzen sich diesem Satze nicht darwider.
Das Publikum wird gebeten, die Vorrede für den zwei-ten Schalttag zu halten, damit schönes Ebenmaß da ist.
9. Hundsposttag.
Himmels Morgen, Himmels Nachmittag — Haus ohne Mauer,Bette ohne Haus. —
Ach der arme Bergmann, der Minirer im Steinsalz undder Insel-Neger haben in ihrem Kalender keinen solchen Tag,als hier beschrieben oder wiederholet wird! Sebastian standDonnerstags schon um 3 Uhr auf dem Flugbrett seines Bie-nenstocks, um in Großkussewiz in Einem Tage anzu-landen und um wegzuseyn, eh' man auf war. Ein Leser, dereinen Atlas unten auf dem Fußboden hat, kann unmöglichdiesen Marktflecken, wo die Uebergabe der Fürstenbraut vor-geht, mit einem Namenvetter von Dorf verwirren, den dieStadt Rostock zu ihrem unbeweglichen Vermögen geschlagen.DaS ganze Hauö hatte ihn leider so lieb, daß es schon eine