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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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ihr Theater betrat. Er hörte schon den musikalischen Wirr-warr im Wäldchen Nosenwolken waren als Blumen indie Sonnenbahn gebreitet die Warte des Pfarrdorfs,dieser Hochaltar, woraus sein erster schöner Abend gebrannt,entflammte sich die singende Welt der Luft hing jauch-zend in den Morgenfarben und im Himmelblau Funkenvon Wolken hüpften vom Goldbarren am Horizont emporendlich wehten die Flammen der Sonne über die Erdeherein. . . .

Wahrlich, wenn ich an jedem Abende den Sonnenauf-gang malte und an jedem Morgen ihn sähe: ich würde dochwie Kinder rufen: noch einmal, noch einmal!

Mit betäubten Sehnerven und mit voransschwimmcndenFarbenflocken ging er langsam in den Wald wie in einendunkeln Dom, und sein Herz wurde groß bis zur Andacht...

Ich will nicht voraussetzen, daß mein Leser ein soprosaisches Gefühl für den Morgen habe, um dieses poeti-sche unerträglich mit Viktors Charakter zu finden ja ichdarf seiner Menschenkenntnis; zutrauen, daß sie wenig Mühehabe, zwischen solchen entlegnen Tonarten in Viktor, wieHumor und Empfindsamkeit sind, den Leitton auszufinden;ich will mich also unbesorgt dem frohen Anschauen seinerweichen Seele und dem Vertrauen auf fremden Einklangüberlassen.

Der Venuöstern und ein Weib blühen am schönsten amMorgen und Abend; auf beide treffen dann die meisten Stra-len der Sonne. Daher war unserm Viktor im Walde, alsging' er durch die Pforte eines neuen Lebens, da er andiesem feurigen Morgen mit der Sonne, die neben ihm vonZweigen zu Zweigen flog, durch das brausende Gehölze, hin-