sanften Sternenkränze blicken und rufen: *) „Wo ist der,„dessen Herz unter mir cntzweigeht? Wo ist die Ewigkeit,„die Maöke der Zeit? Wo ist der Unendliche? Das ver-hüllte Ich greift nach sich selber umher und stoßet an seine„kalte Gestalt. . . . Schimmere mich nicht an, weites Stcr-„nengesild, du bist nur das aus Farbenerden zusammenge-„worfene Gemälde an einem unendlichen Gotte Sacker-„thore, das vor der Wüste des unter dem Raume bcgrab-„nen Lebens steht. . . . Höhnet mich nicht aus, Gestalten„ans höhcrn Sternen, denn zcrinn' ich, zerrinnt ihr auch.„Ein, Ein Ding, das der Mensch nicht nennen kann, glüht„ewig im unermeßlichen Rauche, und ein Mittelpunkt ohne„Maß verkalkt einen Umkreis ohne Maß. — Doch bin ich„noch; der Vesuv des Todes dampft noch über mich hinüber„und seine Asche hüllt mich zu — seine fliegenden Felsen„durchbohren Sonnen, seine Lavagüsse bewegen zerlassene„Welten, und in seinem Krater liegt die Vorwelt ausge-„streckt und lauter Gräber treibt er auf. . . . . O Hoff-nung, wo bleibst du?" . . .
Walle trunken um mich, beseelter Goldstaub, mit deinendünnen Flügeln, ich zerdrücke dein kurzes Blumenleben nicht— schwelle herauf, taumelnder Zephyr, und spüle mich indeine Blütenkelche hinab — o du unermeßlicher Stralcnguß,falle anö der Sonne über die enge Erde und führ' aus dei-nen Glanzfluthen das schwere Herz vor den höchsten Thron,damit das ewige unendliche Herz die kleinen an Asche grän-zenden nehme und heile und wärme!
Dieser Monolog ist ein Stück aus einer frichern schwarzenStunde, die jedes Herz von Empfindung einmal ergreift.