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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
151
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diese Wochen fielen gerade seine stillen oder Sabbat-wochen ein . . .

Ich weiß nicht, ob sie der Leser schon kennt; sie stehennicht im verbesserten Kalender; aber sie fallen regelmäßig(bei einigen Menschen) entweder gleich nach der Frühling-Tag- und Nachtglcichc oder in den Nachsommer.

Bei Viktor war das erste, gerade mitten im Frühling.Ich brauch' eS nicht auszumitteln, ob der Körper, das Wetter,oder wer diesen Gottes frieden in unserer Brust cinläute:sondern schreiben soll ich's, wie sie auöschcn, die Sabbat-wochen. Ihre Gestalt ist genau diese: in einer stillen oderSabbatwoche (manche, z. B. ich, werden gar nur mit Sab-battageu oder Stunden abgefertigt) schlummert man erstlichleicht wie auf gewiegten Wolken Man erwacht wie einheiterer Tag Man hatte sich Abends vorher gewiß vor-genommen und cs deswegen in Chiffern an die Thüre ge-schrieben, sich zu bessern und das Jätemesser alle Tage we-nigstens an Ein Unkraut-Beet anzusctzen Beim Erwachenwill man's noch, und setzet es wirklich durch. Die Galle,dieser aufbrausende Spiritus, der sonst, wenn er, statt inden Zwölffingerdarm, in das Herz oder Herzblut gegossenwird, mit Wolken aufsiedet und zischt, wird in wenigen Se-kunde» eingesogen oder niedergeschlagen, und der erhöhteGeist fühlt ruhig das körperliche Aufwallen ohneseines In dieser Windstille unserer Lungenflügel sprichtman nur sanfte, leise Worte, man fasset liebend die Handeines feden, mit dem man spricht, und man denkt mit zer-fließendem Herzen: ach ich gönnte euch's allen wohl, wenn ihrnoch glücklicher wäret als ich Am reinen gesunden stillenHerzen schließen sich, wie an den homerischen Göttern, leichte