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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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hinein." Mir ist, als hört' ich die oben gedachte Hofdameleibhaftig sprechen, unter deren dünnen Blonden mehr Phi-losophie blieb, als unter manchem Doktor-Filzhut, wie Queck-silber im Flor beklebt und durch Leder rinnt. Viktor ant-wortete mit der gewöhnlichen Theilnahme seines guten Her-zens:Emanucl steht nahe am Menschen und kennt ihn.Den umgaukcltcn Menschen fuhren zwei Prospekt Male-rin neu durch das ganze Theater, die Erinnerung unddie Hoffnung in der Gegenwart ist er ängstlich, dasVergnügen wird ihm nur in tausend lilliputische Augen-blicke eingeschenkt wie dem Gulliver; wie soll das berauschenoder sättigen? Wenn wir uns einen vergnügten Tagvorstellcn, so drängen wir ihn in einen einzigen freudigenGedanken; kommen wir hinan, so wird dieser Gedanke un-tcr den ganzen Tag verdünnt."

Daran denk' ich, versetzte sie, so oft ich durch Wiesengehe: in der Ferne stehen Blumen an Blumen aber inder Nähe sind sie alle durch Gras auseinander gerückt.Aber am Ende wird doch auch die Erinnerung bloS inder Gegenwart genossen." . . . Viktor dachte blos überdie Blumen nach, und sagte vertieft:und in der Nachtscheu die Blumen selber wie Gras aus" als eS plötzlichzu tropfen ansing.

Sie traten alle feierlich in das Gartenhaus, auf dessenDache der Regen aufschlug, indeß in die offnen Fenster derauf- und zugcdeckte Mond wie ein Gletscher seine Schnee-blitze hineinwarf der laue Blüten-Athen: der ganzenleuchtenden Landschaft hauchte jeden menschlichen Seufzer,jeden schweren Busen heilend an. In dieser engen Nähe,durch die mit dem Monde abwechselnde Nacht abgeschieden