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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
139
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dcnden Hemd-Aermel auf, verbauete ihm den angcschieltenMond, und sagte spielend:lächle her und liebe mich, Se-bastian!" Sie konnte unmöglich metaphorische Rikoschet-Schüfse in diese Zeile laden; auch wußte der große unein-gewickelte Sebastian recht gut, daß sie keinen Doppelsinnvorauögcsehen; ja er kannte die Regel, daß man aus derAengstlichkcit, womit einige gewisse Gedanken aus ihremSprechen bannen, die Gegenwart derselben in ihrem Kopseerrathe. Gleichwol hatt' er doch nicht den Muth, zu lächelnwie die andern, oder das von ihr berührte Händchen in sei-nes zu nehmen. Sie kehrte sich zu ihm und sagte:aberwie lernt das Kind unsere Sprache, wenn es nichtschon eine kann?"

. . Ich Hab' es blos aus Liebe zu den Weltwcisen mitSchwabacher drucken lassen.

Also muß, antwortete er, die pantomimische Sprachegerade so viel bezeichnen, wie die Ohrensprache. So oftich einen Taubstummen zum Abendmahl gehen sehe, denk'ich daran, daß aller Unterricht nichts in den Menschenbringe, sondern nur das Dagewesene bezeichne und ordne.Die Kindesseele ist ihr eigner Zeichenmeister, der Sprach-lehrer der Kolorist derselben."Wie, fuhr sie fort, wenndieser schone Abend einmal wieder vor die Erinnerung die-ses Kleinen käme? Warum sieht das sechste Jahr schönerin der Erinnerung aus, als das zwölfte, und das drittenoch schöner?" Eine schöne Frau unterbricht man nichtso leicht wie einen Erdekan: sie durfte also daraus kommen:Herr Emanuel sagte einmal, man sollte den Kindern injedem Jahre ihre vergangnen erzählen, damit sie einmaldurch alle Jahre durchblicken könnten bis ins zweite neblichte