dcnden Hemd-Aermel auf, verbauete ihm den angcschieltenMond, und sagte spielend: „lächle her und liebe mich, Se-bastian!" Sie konnte unmöglich metaphorische Rikoschet-Schüfse in diese Zeile laden; auch wußte der große unein-gewickelte Sebastian recht gut, daß sie keinen Doppelsinnvorauögcsehen; ja er kannte die Regel, daß man aus derAengstlichkcit, womit einige gewisse Gedanken aus ihremSprechen bannen, die Gegenwart derselben in ihrem Kopseerrathe. Gleichwol hatt' er doch nicht den Muth, zu lächelnwie die andern, oder das von ihr berührte Händchen in sei-nes zu nehmen. Sie kehrte sich zu ihm und sagte: „aber„wie lernt das Kind unsere Sprache, wenn es nicht„schon eine kann?"
. . Ich Hab' es blos aus Liebe zu den Weltwcisen mitSchwabacher drucken lassen.
„Also muß, antwortete er, die pantomimische Sprache„gerade so viel bezeichnen, wie die Ohrensprache. — So oft„ich einen Taubstummen zum Abendmahl gehen sehe, denk'„ich daran, daß aller Unterricht nichts in den Menschen„bringe, sondern nur das Dagewesene bezeichne und ordne. —„Die Kindesseele ist ihr eigner Zeichenmeister, der Sprach-lehrer der Kolorist derselben." — „Wie, fuhr sie fort, wenn„dieser schone Abend einmal wieder vor die Erinnerung die-ses Kleinen käme? Warum sieht das sechste Jahr schöner„in der Erinnerung aus, als das zwölfte, und das dritte„noch schöner?" — Eine schöne Frau unterbricht man nichtso leicht wie einen Erdekan: sie durfte also daraus kommen:„Herr Emanuel sagte einmal, man sollte den Kindern in„jedem Jahre ihre vergangnen erzählen, damit sie einmal„durch alle Jahre durchblicken könnten bis ins zweite neblichte