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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
138
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ten zu zerren aber cs halt' ihm nicht wie sonst gefallen die heutigen Zwischenspiele der häuslichen Liebe hattenseine ganze scherzende Seele aus den Fugen gezogen, und eswar ihm, als wenn er, entfernt von der fetzigen Freude,wenigstens auf einige Minuten froher sepn würde in irgendeiner stillen Ecke, und besonders sehnt' er sich, die Sonneuntergehcn zu sehen.

Dazu kam noch mehr: der Anblick von Klotildens wär-merer Liebe gegen Agathe der Anblick seines Freundes,der durch seine schweigende Zärtlichkeit, durch seine mildereStimme, durch eine an heftigen Menschen so unwidersteh-liche Ergebenheit jedem Herzen befahl: liebe mich undendlich der Anblick der Nacht . . .

Er war schon längst traurig, als er noch lustig schien.Jetzo brachte die Mutter den kleinen Held des heutigen Vor-mittags in den lauen Abcndhimmel heraus. Sie standenalle außerhalb der Garten-Stiftshütte, im ersten Tempeldes andächtigen Menschen. In die Wolken floß das Abend-Blut der versinkenden Sonne, wie ins Meer das Blut sei-ner in der Tiefe sterbenden Riesen. Das lockere Gewöllelangte nicht zu, den Himmel zu decken; es schwamm um denMond herum, und ließ sein bleiches Silber aus den Schlackenblicken.

Das rothe Gewölle schminkte den Säugling. Jederfastete leise seine weichen Hände, die schon aus der Kissen-Knospe und Wickelbänder-Vcrpuppung brachen. Klotildeanstatt an den Kleinen körperlich kokette Liebkosungen zuverschwenden, wie manche Mädchen vor oder für Manns-personen thuu goß einen sortströmenden Blick voll herz-licher Liebe auf den neuen Menschen nieder, band seine schnei-