die Damen, die sonst wie die Fische essen und nicht essen,bissen an. Der zweite berauschende Bestandthcil, den sie inihren Freudenbecher geworfen hatten, war der Tisch sammtGartenstube, wovon jener die Kost, diese die Kostgänger nichtfaßte. Sebastian hatte sich sammt Agathen an ein Filial-tischchcn, das man außen ans Fenster des Speisesaales ge-stoßen, begeben, bloS um draußen mehr hincinzulärmen undzu klagen, als zu essen. Dieser Muthwille war im Grundedie verdeckte Bescheidenheit, welche befürchtete, drinnen aufKosten der andern Gäste, des Lords wegen, gefeiert zu wer-den. Sein eignes Alleinscyn — vielleicht in einem schmerz-lichen Sinn — malte ihm die blöde Appel vor, die als Hecrd-Vestalin erst von zurückgchcnden Speisen den Rückzoll aß,bloS um zn versuchen, wie es andern geschmeckt. Erkannteden Gedanken dieser Abtrennung nicht länger erdulden, son-dern nahm Wein und das Beste vom Nachtisch, und trug eSihr in ihr Küchen-Wintcrquartier hinein. Da er dabei ausseinem Gesicht statt seiner Munterkeit gegen Mädchen, vonder sie eine zu demüthige Auslegung hätte machen können,den größten höflichen Ernst ausspannte: so war er so glück-lich, einer von der Natur selber zusammengedrückten Seele— die hier in keinem andern Blumentopf ihre Wurzeln her-umtreibt, als in einem Kochtopf, und deren Kouzertsaal inder Küche, und deren Sphärenmusik im Bratenwender ist —einen goldnen Abend gegeben zu haben und ein gelüstetesHerz und eine frohe lange Erinnerung. Kein Boshafterwerfe einer solchen guten Schneckenseele seine Faust in denWeg und lache dazu, wie sie sich hinüberquält — und derAufgerichtete bücke sich gern und hebe sie sanft über ihreStcinchcn weg. . . .
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten