122
aus der menschlichen Natur und aus dem Kaffee, den ichtrinke), daß das noch das Geringste ist, und daß die eigent-liche Lescwuth den guten Schelm erst dann befallen wird,wenn in diesem Werke, woran wie in der Bassclisse zweiArbeiter auf Einem Stuhle seßhaft weben, die historischenFiguren dieser Baffelisse sammt ihrer Gruppirung von dem
Fußballen bis zur Wirbelnaht hervorsteigen werden-
Jetzt ist sa kaum noch eine Ferse, ein Schienbein, ein Strumpffertig gewirkt. . .
Aber wenn zwanzig bis dreißig Ellen am Werke wer-den abgewoben seyn: dann können ich und mein Beisitzerdaserwarten, was ich hier schildern will: des Teufels völlig wirdder Leser seyn mit Eilen — einen Hundöposttag hinauszu-bringcn, lasset er sechs Schüsseln kalt werden und den Nach-tisch warm — Doch was will dieß sagen: ein leibhafterrömischer König reite durch die Straße, und ein Kanonen-donner fahre hinterdrein, er hört's nicht — seine Ehehälftegebe in seinem Lesekabinet einem ehelichen Neberbein dasbeste Abendessen, er skeht'ü nicht — das Neberbein selber halteihm Tcnfelsdreck unter die Nase, es gebe ihm scherzendmit einem Waldhammer leichte Hiebe, er spürt's nicht . . .so außer sich ist er über mich, ordentlich nicht recht beiSinnen.-
Das ist nun das Unglück, dessen Gewißheit ich mir ver-geblich zu verbergen suche. Jst's einmal da, und bring' ichihn unglücklicherweise in jene historische Hellseherei, wo ernichts mehr hört und steht, als meine mit ihm in Rapportgesetzten Personen, weder seinen Vater noch Vetter: so kannich versichert seyn, daß er einen Berghauptmann noch weni-ger hört — denn Geschichte will er, und von mir weiß er