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„Brust Wegzüge — (FlaminS Miene sah wie die Frage aus:„bist du denn nicht auch satirisch?) o wenn der, der keine Tu-„gend und Uneigeunützigkeit glaubt, auch einmal keine mehr„bewiese; wenn er dich sehr betröge, wenn die vom Hof ge-härtete Hand einmal Blut und Thränen wie ein Zitroncn-„quetscher aus deinem Herzen drückte: dann verzweifle doch„nicht, nur an der Freundschaft nicht — denn deine Mutter„und ich lieben dich doch anders. O wahrlich, zu der Zeit,„wo du sagen müssest: warum Hab' ich nicht meinem Freunde„gehorcht, der mich so warnte, und meiner Mutter, die mich„so liebte — da darfst du zn mir kommen, zu dem, der sich„niemals ändert, und der deinen Jrrthum höher schätzet als„eigennützige Behutsamkeit; dann führ' ich dich weinend zu„deiner Mutter und sage zu ihr: nimm ihn ganz, nur du„bist werth, ihn zu lieben." — Flamin sagte gar nichtsdarauf. — „Bist du traurig, mein Flamin?" — „Verdrieß-lich!" — „Ich bin traurig; die Klagen der Nachtigall tönen„mich wie künftige an," sagte Viktor. „Gefällt dir diese„Nachtigall, Viktor?" — „Unbeschreiblich, wie eine Frcun-„din meines Innersten." — „So irret man, Matthieu„singt," versetzte schnell Flamin. Denn der Evangelist un-terschied sich von einer Nachtigall in nichts als der Größe. —Und dann ging Flamin empfindlich und doch mit einem Hand-druck davon.