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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Brust Wegzüge (FlaminS Miene sah wie die Frage aus:bist du denn nicht auch satirisch?) o wenn der, der keine Tu-gend und Uneigeunützigkeit glaubt, auch einmal keine mehrbewiese; wenn er dich sehr betröge, wenn die vom Hof ge-härtete Hand einmal Blut und Thränen wie ein Zitroncn-quetscher aus deinem Herzen drückte: dann verzweifle dochnicht, nur an der Freundschaft nicht denn deine Mutterund ich lieben dich doch anders. O wahrlich, zu der Zeit,wo du sagen müssest: warum Hab' ich nicht meinem Freundegehorcht, der mich so warnte, und meiner Mutter, die michso liebte da darfst du zn mir kommen, zu dem, der sichniemals ändert, und der deinen Jrrthum höher schätzet alseigennützige Behutsamkeit; dann führ' ich dich weinend zudeiner Mutter und sage zu ihr: nimm ihn ganz, nur dubist werth, ihn zu lieben." Flamin sagte gar nichtsdarauf.Bist du traurig, mein Flamin?"Verdrieß-lich!"Ich bin traurig; die Klagen der Nachtigall tönenmich wie künftige an," sagte Viktor.Gefällt dir dieseNachtigall, Viktor?"Unbeschreiblich, wie eine Frcun-din meines Innersten."So irret man, Matthieusingt," versetzte schnell Flamin. Denn der Evangelist un-terschied sich von einer Nachtigall in nichts als der Größe.Und dann ging Flamin empfindlich und doch mit einem Hand-druck davon.