6. Hundsposttag.
Der dreifache Betrug der Liebe — verlorne Bibel und Puder-quaste — Kirchgang — neue Konkordaten mit dem Leser.
Briefs Antwort ist elend: „Aus dem vom 6ten dieses von„Ew. Wohlgeboren erlassenen ersehe, daß das Publikum Ge-schmack hat und einige Feinheit — welches mich gar nicht„wundert, da man solches den Goldplatten, die erst zwischen„einem Buch von Pergament und dann zwischen zwei von„Nindsblättern dünn und sein geschlagen werden, ähnlich be-handelt, und es eben so von einem Buch ins andre thut„und darin durch den Druck der Prcß-Bengel so sein macht„wie Kavalicrpapicr. Wcnn's Publikum noch ein Paar Jahre„so sortliesct, so kann's zuletzt gescheitster werden, als Dcut-„schland selber. Anlangend die Unwährscheinlichkciten in un-„screm Werke, so wären dergleichen freilich mehre zu wünschen,„weil ohne diese eine Lebensbeschreibung und ein Roman schlecht„gefallen, da ihnen der Reiz fehlet, womit uns das deutsche„Hospital- und Narrenschiff voll romantischer Originalro-„mane so sehr anzieht — welches Schiff als Absonderung-„drüse widerlicher Werke mit Recht die Leber der gelehrten„Republik genannt werden mag, und der Buchladcn der Gal-„lengang. Aber in Rücksicht der Unwahrschcinlichkeitcn bc-„sorge selber nur gar zu sehr, daß auch die wenigen, worauf„wir fußen, am Ende verschwinden. Der ich u. s. w."
Der Schäker, merkt man leicht, will nur mich und denLeser gern mit Hasenschwänzen behängen. Für mich aber