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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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stnhl, und versalzte ihm den Wachtelruf, glaube ich, durchkommandirte Prügel. Die Oberhofmeisterin errieth leichtden Meister vom Stnhl, Matzen; aber so sehr gewöhnlichist Verzeihung am Hose nicht blos vergangne Belei-digungen werden dort von guten Weiberseelen vergeben,sondern auch zukünftige daß die Hofmeisterin sich dochnicht eher an Matzen rächte ob er gleich noch dritthalbWochen ihr diente als eben nach dritthalb Wochen. . .

Viktor zürnte über FlaminS Gelächter; er liebte Laune,aber keine Neckerei. Sein versüßtes Blut sing durch dieseEssig mutter allmälig zu versauern an gegen diesen Matz,dessen kalte ironische Galanterie gegen die ehrliche Agatheihn schon empörte, deren phlegmatischer gleichsam verhei-rateter Puls übrigens in dessen Ab- und in dessen Anwe-senheit dieselben Schläge that. Noch mehr Sodbrennen undSäure sammelte sich in Viktors Herzen, weil er der allesduldete, Eitle, Stolze, Atheisten, Schwärmer gleichwolkeine Menschen dulden konnte, die die Tugend für eine Artvon seiner Proviantbäckcrei arischen, die Wollust für erlaubt,den Geist für einen Almosensammler des Leibes, das Herzfür eine Blutspritze und unsre Seele für einen neuen Holz-trieb des Körpers. Dieses aber that Matthieu, der nochdazu Neigung zum Philosophiren hatte, und der den FreundViktors, welcher ohnehin gegen die ganze Dichter- und Gei-sterwelt so kalt war wie ein Staatsmann, mit seinem phi-losophischen KrcbSgifte anzusteckcn drohte.

Abends suchte er ein wenig näher an FlaminS Gehörin die zweite Trompete der Fama gegen den entfernten Pseudo-Evangelisten zu stoßen. Im Garten stieß er darein. Ernahm die Hand, deren die Matthäische nicht würdig war,