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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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die sie sich besser zu finden wußte: daß er ein Ppthagoräer-sei nur in weißen Kleidern gehe mit Flöten sich ein-schläfern und wecken lasse keine Hülsenfrüchtc und Thiereesse und oft die halbe Nacht unter den Sternen gehe.

Er ruhte, in stummes Entzücken über den Lehrer ver-loren, mit enthusiastischen Augen aus den freundschaftlichenLippen der Schülerin, die der Geschmack an einem erhabnenSonderling adelte. Sie fand hier den ersten Mann, den siein einen »»geheuchelten Enthusiasmus für ihren ppthagori-schen Liebling setzte; und alle ihre Schönheiten wandten sichblühend nach Emanuels Bild, wie Blumen nach der Sonne.Zwei schöne Seelen entdecken ihre Verwandtschaft am erstenin der gleichen Liebe, die sie an eine dritte bindet. Dasvolle begeisterte Herz verschweigt und verhüllt sich gern ineinem Putzzimmcr, das lauter ungleichartige hegt; aber wenncs darin sein zweites antrifft, so muß es darüber sein Ver-stummen und Verhüllen und das Putzzimmer vergessen.

Viktors Quecksilber seiner morgendlichen Lustigkeit warum zehn Grade gefallen. In seiner dämmernden Seeleragte nichts hervor als der Zettel, den er lesen wollte undauch schon laS draußen auf der Gasse; und vorher schied er.

Das Blatt war aus Klotildenö fliegendem Stammbuchgeflattert und von Emanuel geschrieben.

Der Mensch hat hier dritthalb Minuten, eine, zu-cheln eine, zu seufzen und eine halbe, zu lieben;denn mitten in dieser Minute stirbt er.

Aber das Grab ist nicht tief, cS ist der leuchtende Fuß-tritt eines Engels, der uns sucht. Wenn die unbekannteHand den letzten Pfeil an das Haupt des Menschen sendet: