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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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behauptend:sollte man so etwas einem solchen Kopfe Zu-trauen?"Meinem Kopf eher" (versetzte er, umauözuwcichcn; denn er, der dem jetzigen Pabste widersprochenhätte, konnte oft unmöglich schönen Lippen widersprechen,zumal einer mit so vieler Hoffnung auf sein Nein vvrge-legtcn Frage derselben)so oft ich Nachts durch Dörfergehe: so hör' ich den leiblichen Nachtwächter lieber als dengeistlichen. In der horchenden stillen Nacht, unter demauögcbrcitetcn Sternenhimmel liegt im homiletischen Eulen-gesang des Nachtwächters etwas so Erhabnes, daß ich mirhundertmal ein Horn wünschte und sechs Verse."

Der Kammerhcrr und sein .^ssocis hielten'ö für ver-fehlte Persiflage; letzter setzte die scinige vielleicht umKlotilden, zum Vorthcil seiner mit Unterzieh-Busen undUnterzieh-Steiß bewaffneten Herzcns-Zaarin, zu mißfallen unverschämt fort, und führte an: das beste Mittel, dennamhaften Namenlosen traurig zu machen, sei ein sehr lusti-ges, eine Komödie freilich rührte ihn noch stärker einPossenspiel, wie er selber an ihm in Göthe'S moralischemPuppcnspiel oder Jahrmarkt gesehen.

Da flog dem betroffenen Viktor ein neues Gesicht und eineneue Stellung anz'dcnn er war gerade wie Emanuel. EinJahrmarkt mit seinen hinab- und hinauslaufenden Menschcn-Bächen mit dem Vor- und Zurückspringcn der Gestaltenwie an einer Bilderuhr mit der fortsummendcn Luft, inder Geigcngeschrci und Mcnschengezänk und Viehgcblöck zueinem einzigen betäubenden Brausen zusammenfließcn undmit den Budcn-Waarenlagern, die ein musivisches Bild deskleinen aus Bedürfnissen zusammengeflickten Lebens reichen-ein Jahrmarkt machte durch alle diese Erinnerungen