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Aus Klotildcnö Angesicht brach eine große Verklärung,und sie zeichnete mit Worten und Mienen ihren eignen astro-nomischen Lehrer im Stifte ab — daß er eben so edel seiund eben so still — daß seine Gestalt so gut besser mache,wie seine Lehre — daß er sich Emanuel nenne und keinenGeschlcchtnamen führe, weil er sage: „am verfliegenden Men-schen, an seinem so eilig versinkenden Stammbaum, sei„zwischen dem Geschlechtnamcn und Taufnamen der Unter-schied zu klein;" — daß leider seine veredelte Seele ineinem zerknickten Körper lebe, der schon tief ins Grab ein-hänge — daß er nach der Versicherung ihrer Aebtissin dersanfteste und größte Mensch sei, der noch aus Ostindien(seinem Vaterlande) gekommen, wicwol man über einigeSonderbarkeiten seiner Lebensart in Maienthal wegzusehenhabe.-
Matthicu, dessen Witz die Schönheitlinie, den Giftzahn,den Sprung und die Kälte den Schlangen abborgte, sagteleise und unbefangen: „es ist gut für seinen siechen Körper,„daß er hier nicht Astronom und Nachtwächter zugleich wurde;„er suchte vor einigen Jahren darum an, um ein Sehrohr
„und ein Horn."-Klotilde wurde zum erstenmale von
einer zürnenden Röthe überflogen, wie der Morgen vor demRegen: „wenn Sie ihn (sagte sie schnell) bloS aus meiner„Schilderung kennen, so können Sie diese Sonderbarkeit„unmöglich unter den seinigen suchen." Aber der Kammer-Herr trat dem Junker bei und sagte, Emanuel sei wirklichvor fünf Jahren mit diesem Gesuche abgewiesen worden.Klotilde sah den einzigen, dessen Aufmerksamkeit nicht ironischwar, unfern Viktor, den der Wiederschcin ihrer Verklärungschmückte, wie um Hülfe an, und fragte mehr hoffend als
Iran Paul'- auSgcw. Werke. III. 7