zeit; hingegen durch ernsthafte, traurige, leidenschaftliche Ge-spräche nahm er ab — und da Klotilde ihm blos eine sehrkalte, gleichsam von einem Vater auf ihn angewiesene Höf-lichkeit gewährte, und den Unterschied zwischen ihm und demMatthieu, der keine zweite Welt und keinen dafür organi-sirten inner» Menschen annahm, nicht in seiner ganzen Größeerrieth: so wurd' ihm beklommen ums sehnende Herz, zuviele Thränen schienen seine ganze Brust anzufüllen unddurchzudrücken, und so oft er zu dem großen tiefen Himmelaufblickte, sagte etwas in seiner Seele: schier dich gar nichtsum den feinen Cercle und rede heraus!
Aber es gab für ihn nur Eine Seele, an der jene Er-höhtrittc wie an Pcdalharfen geschaffen waren, die jedemGedanken einen höher» Sphärenton erthcilen, dem Lebeneinen heiligen Werth und dem Herzen ein Echo aus Eden;diese Seele war nicht sein sonst so geliebter Flamin, sondernsein Lehrer Dahorc in England, den er ach schon langeaus seinen Augen, aber nie aus seinen Träumen verloren.Der Schatten dieses großen Menschen stand gleichsam andie Nacht geworfen, flatternd und aufgcrichtet vor ihm undsagte: „Lieber, ich sehe dein inneres Weinen, dein frommes„Sehnen, dein ödes Herz und deine auSgebreitctcn bebenden„Arme; aber alles ist umsonst: du findest mich nicht und„ich dich nicht." Er schauete an die Sterne, deren erhe-bende Kenntniß sein Lehrer schon damals in seine jungeSeele angeleget hatte; er sagte zu Klotilden: „die Topo-graphie des Himmels sollte ein Stück unserer Religion„sevn; eine Frau sollte den Katechismus und den Fontenelle„auswendig lernen." Er beschrieb hier die astronomischenStunden seines Dahore und diesen selber. —