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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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damit schwieg und sic an ihres BrndcrS seine drückte. AmHvfkaplan will man'S rühmen, daß er den invaliden Mopöder an den Hinterfüßen das Podagra und an den Vorder-füßen das Chiragra hatte, ruhig in seinem Wohn- undSchlaskorb wieder unter den Ofen schob, die Säulenordnungder Sessel ohne Keifen herstcllte und den kleinen Bastianunter der freudigen Sprachverwirrung wiegte, damit er sicnicht vermehrte, wenn er erwachte. Aber im erhaben ge-schliffnen Herzen der Landsmännin, der Kapläuin, gingendie Freudenstralen der Familie in Einen Brennpunkt zu-sammen, und verbreiteten in ihrer ganzen Brust die Lebens-Wärme der Liebe. Viktor lächelte sie so sehr in sein Ge-sicht hinein, daß sie sich mit nichts zu retten wußte, als mitseiner künftigen Stube, die sie ihm zu öffnen und zu zeigenbefahl. Agathe flog mit dem Schlüssel-Geläute voran, unddem Gaste zogen nicht mehr Leute hinterdrein, als im Hausewaren, und wollten sämmtlich sehen, was er dazu sagte.

Er übergab sich der ganzen freundschaftlichen Handha-bung nicht mit dem eiteln Selbstgefühl eines auögebildetenFremdlings, sondern mit einer vergnügten, folgsamen, fastkindlichen Verwirrung er kümmerte sich nichts darum,daß er wie ein Kind auösah, so sanft, so froh und so ohneAnsprüche. In solchen Stunden ist'ö schwer, zu sitzenoder eine Historie anzuhören oder eine zu erzählen.. ...Jedes sing eine an; aber der Kaplan sprang dazwischen:wirhaben ganz andere Dinge zu sagen." Aber cs kamen keineganz andere Dinge. Jedes wollte den Fremdling untervier Ohren genießen, aber die sechs bleibenden Ohren wa-ren nicht wegznbringcn. Meine Beschreibung seiner Ver-wirrung ist selber verwirrt; aber cs geht mir allemal so: