mann machte auf dem Landgut des Lords seiner jetzigen Fraumit dem Hals- und Brustgehenkc seiner von der Schwindsuchtdurchgrabenen Hcrzkugel ein kleines Präsent, das angenom-men wurde. Beide zeugten noch in England ihren Flamin.Die Lady liebte in der Hoskaplänin eine würdige Mitschwc-stcr ihres Geschlechts und eine würdige Mitbürgerin ihresVaterlands; sie drang in sie mit heißen Bitten, in Englandzu bleiben, und als alle abgeschlagen waren, erbat und er-zwang sie cs von ihr, daß wenigstens ihr Flamin — umdoch ein halber Dritte zu werden — so lange in der Ge-sellschaft deS Jnfanten und Viktors bleiben durfte, bis dasfreundliche Kleeblatt auf einmal in die deutsche Erde ver-pflanzet würde.
Die Pfarrcrin war stark genug, für die schönere Er-ziehung ihres Flaminö den Genuß seines Anblicks hinzu-geben, und ließ ihn unter den Augen der Liebe und in denkleinen Armen der kindlichen Freundschaft zurück. Dieselbeerziehende Hand — Dahore hieß der Lehrer — richtete undbegoß die drei edlen Blumen, die aus einerlei Beete undActher dreierlei Farben sogen, und sich mit unähnlichenStaubfäden und Honiggefäßen ausbildcten. Dahore hattedas Herz aller Kinder in seiner weichen Hand, bloS weilseines niemals brausctc und zürnte, und weil auf seiner jungenGestalt eine ideale Schönheit und in seiner reinen Brust eineideale Liebe wohnte. Die drei Kinder liebten und umarmten sichunter seinen Augen wärmer, wie vor der Venns Urania dieGrazien einander umschlingen: sie trugen sogar alle EinenNamen, wie die Otaheiter ans Liebe ihre Namen tauschen.
Als sic einige Reife hatten, kam der Lord, um sie sammtDahore nach Deutschland einzuschiffen. Aber vor der Ab-