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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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halt' er einen guten Käse. Das letzte braucht nicht weitläuf-tig erklärt zu werden; in Chester hatt' er einen Pachter, dereinen Käse lieferte, dergleichen eS weiter keinen in Europa gibt;Fürsten aber ist im Ganzen ein außerordentlicher Käse lieber,als eine außerordentliche Dankadresse des Landschaftsyndikuö.Bei einem Zusammentreffen solcher Unsterne wurdefreilich dem Kammcrherrn der Absagebrief, der anfangs mitsympathetischer Dinte auf Jenners Gesicht geschrieben war,allmälig immer leserlicher doch las er ihn wöchentlichetliche male durch, um recht zu lesen er konnte jetzo kei-nem Schooßhunde eine Stelle mehr verschaffen, nämlich ei-nen Schooß seine Empfehlschrcibcn wurden Uriasbricfe als er nun gar durch den Lord die Charge eines Obrist-Kammcrhcrrn erstand, hielt cr's für hohe Zeit, gegen seineKniegicht das Bad auf seinem Rittergut St. Lüne Jahr ausJahr ein zu brauchen, und zog ab, nachdem er vorher demganzen Hof geloben müssen, bald genesen zurück zu kommen. Eigentlich wäre jetzt diese Vorgeschichte vcrsprochncrmaßen aus, so daß ich gut in der neuern dieses Werkes wei-ter gehen könnte, müßt' ich nicht deö Hoskaplans wegendurchaus noch dieses nachholen:

Die einzige Stelle, die Le Baut gleichwol am Hofe nochbesetzen konnte, war die Pfarrei in St. Lüne. Er fandals ihr Patronathcrr damit den Ratten-Kontradiktor Eymannab, der ihm in London die mündliche Vokazion zur Hofka-planei abgcbettelt hatte, und der sie nicht mehr kriegen konnte.Daher nennen ihn die Hundsposttage immer den Hof-kaplan, wiewol er in der That nur ein Landpastor ist.

Aus dem kleinen Umstande, daß Eymann als Reisepre-diger mit in Jenners Gefolge ging, entspann sich viel. Ey-