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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Der Obrist-Kammcrherr von Lc Baut hatte sich mit derMutter des Jnfanten (der Nichte des Lords) vermählt; aberer datirte seine Vermählung um drei Quatember zurück, an-statt sie um einen später anzusagcn. Ich habe nie den Zu-sammenhang dieses Anachronismus (Zcitverrechnung) mit demfürstlichen Gelübde cinzuschen vermocht. Ucbrigcns so ge-fährlich Jenner den Ehehcrren seines Hofes durch seinVotum wurde, und so unschädlich den Vätern: so war dochdas tugendhafte Vertrauen, das die Eheherrcn auf die ihnenankopulirtc weibliche Tugend setzten, so unbegränzt, daß sicohne Anstand diese Tugend in sein entbundenes Feuer führ-ten. Ja sie setzten sich sogar über den Verdacht hinweg, daßsie cs etwan thäten, damit sie, wenn er seine Krone auf denPutztisch ihrer Gemahlinnen ablcgte, mit der blanken Mauer-Krone (coroiiu miiruli») wie mit einem Jousou spielen undmit ihrem Glanze Leuten in die Fenster blenden könnten:denn lieber will ein Hofmann seine Gemahlin bewährenals bewahren.

Es wird gleich angehcn, rufen Puppenspieler; cswird gleich auswerden, ruf' ich.

Als endlich der Lord mit leeren Händen ankam, war ersehr betroffen nicht von der Gegenwart dcö Jnfanten,sondern von der Adopzion desselben, nämlich von der Ver-mählung Le BautS. Aber dieser Obrist-Kammcrherr warund das bedachte niemand weniger als Horion ein feu-riger Freund des Fürsten: das machte ihn fähig, für diesen(wie Cicero verlangt) sogar das zu begehen, was er nie fürsich begangen hätte etwas wider die Ehre. Es ist über-haupt für einen Hof- und Weltmann, dessen Ehre der hohePosten oft der schlimmsten Witterung bloßstellt, ein unge-