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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
45
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Diese Aufschrift an mich hing vom Halse der Bestieherunter, und war an eine Kürbißflasche, die ans Halsbandgebunden war, angcpicht. Der Hund willigte ein, daß ichihm sein Felleisen abstrciftc, wie den Alpcnhnndcn ihren trag-baren Konvikttisch. Ich zog aus dem Kürbiß, der in Mar-ketendcrzeltcn oft mit Geist gefüllt worden, etwas heraus,was mich noch besser berauschte ein Bündel Briefe. Ge-lehrte, Verliebte, Müßige und Mädchen sind unbändig aufBriefe erpicht; Gcschäftlcute gar nicht.

Das ganze Bündel Name und Hand waren mirfremd drehte sich um den Inhalt, ich wäre ein berühmterMan» und hätte mit Kaisern und Königen Verkehr* *), undDerghauptmänncr meines Schlages gäb' cs wol wenig n.s.w.Aber genug! Denn ich müßte nicht eine Unze Bescheidenheitmehr in mir tragen, wenn ich mit der Unverschämtheit, dieeinige wirklich haben, so fort erzerpircn und eS ans den Brie-fen ertrahircn wollte, daß ich der Scheerauische Gibbon undMoser wäre (zwar im biographischen Fache nur, aber welcheSchmeichelei!) daß jeder, der ein Leben besäße, und esvon mir biographisch abgcschattet sehen wollte, damit fort-

i» einer so wichtigen Wissenschaft etwas thäte und soein Sporn ist eine Bcrghauptmannstcllc allemal.

*) Außer den zwei Kaisern Silluk und Athttach und den vierKönigen Sgolta, Sakcph-Katon re. bin ich weiter mit kei-nen nmgegangcn; und das nur als Primaner, weil wirJuristen mit Teufels Gewalt hebräisch lernen mußten,worin eben die gedachten sechs Potentaten als Akzente derWörter Vorkommen. Vielleicht meint aber der Briefstellerdie großen, scharfen, gekrönten Akzente der Völker.