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beschenken wollte, wenn ich wüßte, wo sie wohnten? —Komm, liebe müde Seele, die du etwas zu vergessen hast,entweder einen trüben Tag, oder ein überwölktes Jahr,oder einen Menschen, der dich kränkt, oder einen, der dichliebt, oder eine entlaubte Jugend, oder ein ganzes schwe-res Leben; und du, gedrückter Geist, für den die Gegen-wart eine Wunde und die Vergangenheit eine Narbe ist,komm in meinen Abendstern und erquicke dich mit sei-nem kleinen Schimmer, aber schließe, wenn dir die poe-tische Täuschung flüchtige süße Schmerzen gibt, daraus:„vielleicht ist das auch eine, was mir die längern ticscrnmacht." — Und dich, höherer Mensch, der unser Leben, dasnur in einem Spiegel gcführet wird, kleiner findet als sichund den Tod, und dessen Herz ein verhüllter großer Geistin dem Todtcnstaube anderer zerfallener Mcnschcnherzen Hel-ler und reiner schleift, wie man den Demant im Staubedes Demants polirt, darf ich dich auch in meinen Abend-und Nachtstern auf eine Anhöhe, so wie ich sie aufzuwerfenvermag, hcrniederrufen, damit du, wenn du um sie, wie umden Vesuv, morganische Feen und Nebel-Gruppirungenund Traum-Welten und Schattenländer in der Tiefe ziehensiehcst, vielleicht zu dir sagest: „und so ist alles Traum und„Schatten um mich her, aber Träume setzen Geister voraus,„und Nebel Länder, und der Erdschatten eine Sonne und„eine Welt"? —
Aber zu dir habe ich nicht den Muth, zu dir, edlerGeist, der des Jahrhunderts müde ist und des Nachwintersder Menschheit, dem zuweilen, aber nicht immer, das Men-schengeschlecht wie der Mond zurückzuwandeln scheint, weiler den Zug der Wolke, die darunter hinfliegt, für den Gang
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