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kunst in gemeinsamen Erkennungen die Hände geben und zuBrüdern werdend —
Ich gebe dir, guter Astcriskus und Nebenplanet dessanften Abendsternes über mir, wieder die Wünsche vor dreiZähren für jede Seele auf den Weg, die du erfreuen kannst!Nur gehe für kein Auge als ein Negengcstirn auf, nur machekeines irre, daß cö den Mondschein der Dichtkunst für denMorgen der Wahrheit nimmt, und die Morgen-Träumezu früh abdankt! — Aber in die Marterkammer und durchdas Gcfängnißgittcr der verlassenen Seelen wirf einen er-freulichen Schein — und wem seine glückliche Insel auf denMecrboden der Ewigkeit entfiel, dem verkläre die dunkle tiefeGegend — und wer vergeblich in einem entblätterten Para-diese umher- und hinaufsieht, dem zeige ein kleiner Stral ausdir unten auf dem Boden unter dem gelben Laube irgend einebedeckte süße Frucht der vorigen Zeit — und das Auge, demdu gar nichts zeigen kannst, dieses ziehe sanft hinauf zudeinem Bruder, und zum Himmel, worin er glänzt. —Ja wenn ich einmal zu alt bin, so tröste mich auch!
Hof, den 16. Mai 1797.
Jean Paul Fr. Richter.
Iea» Naul's aiiSgcw. Werke. III.
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