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rungcn, und zwar vor ihrem Drucke) ein drittes vorgenom-men, das gegen Härten, Dunkelheiten, Mißverstand und an-dere Ucbcrlängcn und Uebcrkürzcn der Einkleidung lvSzugehcnhatte.
Aber Himmel, wie oft muß nicht ein Schreibmensch ansich bessern, der kaum über ein Halbes Jahrhundert alt ist!Lebte er sich vollends in ein Methusalems Jahrtausend hin-ein und schriebe dabei: der Methusalem bekäme so vieleBände von Verbesserungen nachzuschicßen, daß daö Werkselber ihnen nur als Vorwerk, Anhängsel oder Ergänzblattbeizugcbcn wäre.
Seit mehren Jahren haßt der Verfasser in seinen alternWerken einen Fehler in hohem Grade, den er bei ErnstWagner, Fouque und andern häufig wiederholt oder nach-geahmt angetroffen, nämlich den Fehler der eigenen schrift-stellerischen Austrommclsucht oder Vorsprecherei der Empfin-dungen, welche der Gegenstand haben und zeigen soll, abernicht der Dichter. Z. B. „erhaben ruhig antwortete Da-hore." — Wozu erhaben beifügen, da es überflüssig, an-maßend und vvrauSnehmend ist, sobald die Antwort wirklicherhebt, oder, wenn sie eö nicht thut, alles noch erbärmlicherauöfällt? Der Dichter, der auf diese Weise das Vor-Echoseiner Personen ist, nimmt sich einige neuere Trauerspiel-dichter wie Werner, Müllner u. a. zum Muster, welche fürden Schauspieler bei jeder Rede die Buchbinder-Nachrichtenvorsetzen: „mit rührendem Schmerze — mit einem Seufzerschmerzlicher Erinnrung — aus der Tiefe des Schmerzensherauf" — lauter Macht- oder Unmachtsprüchc, die nur einpantomimischer Tanz nöthig hat und befolgen kann, die aber