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Er wurd' auch einer, aber nach dem MecklenburgischenIdiotikon; denn in diesem heißet jeder Materialladen eineApotheke. Nämlich in Untcrschccrau änderte er die Religionund den Nährzwcig und baucte sich einen Laden, der blossür Käufer Hechel und Mausfallc war. Hier hielt er sicheinen Ladenjungcn, ein Küchenmcnsch, einen Frisör, einenBarbier und einen Vorleser des Morgensegcns — alle diesePersonen machten nur Eine Person aus, seine eigne, diesewar und that wie ein Ensoph alles.
Da bei unserem Schelm als einem unvollkommncn Cha-rakter Tugenden in Fehler vcrerzt scyn müssen — ich würd'ihn sonst keinem Roman-Banherrn antragen: — so nehmeman mir's nicht übel, daß ich auch seine weiße Seite nebenseine schwarze bringe, wie man aus Böheimischcn Tafelnimmer weiße und schwarze Gerichte neben einander stellet.
Er ging damals Sonntags aus seinem Laden bei allererlaubter Sparsamkeit doch gut gekleidet heraus. SeinenHut, seine Ringfinger und seine Weste bordirtc ächtes Gold;seinen Magen und seine Waden spann der Seidenwurm einund seinen Rücken das englische Schaf. Es ist ganz dermenschlichen Bosheit gemäß, das Verschwendung zu nennen,was hier seltene verheimlichte Wohlthätigkeit war; alles wasder unvollkommnc Charakter anhattc, waren — Pfänder;denn um die Leute vom Verpfänden abzubringcn, drohte erjedem, jedes Pfand, worauf er leihe, würd' er so lange an-ziehcn, als cs bei ihm stände. Auf diese Art hielt er man-chen ab und die Kleidung dessen, bei welchem menschenfreund-liches Warnen nichts verfing, legte er wirklich Sonntagsnach dem Essen an. Es war daher weniger Mangel an Ge-schmack als an Geiz und Härte, daß er an sich, so wie mehre