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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
176
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fortlaufende Töne wie goldne Fäden um alle einzelne Aus-tritte liefen und sie in Einem verbanden, der Birkenduft unddas grüne Helldunkel der Kirche, sogar das Fasten, da all'dieß seine Gefühle und seine Blutkügclchen in fliegende Kreisewarf: so stand in seiner Brust eine angczündete Sonne; dasBild eines tugendhaften Menschen brannte nie in so großenüber die Wolken hinauStrctendcn Umrissen vor ihm alsda!-

Aber der Abend! Die kleinen Kommunikanten spa-zierten da mit leichterem Herzen und vollerem Magen in sitt-samen Gruppen herum und fühlten Essen und Putz. Gustav von dessen Flammen das Abendessen einiges überlegethatte, wicwol sich noch eine sanfte Glut verhielt wandelteseinen Garten, da sein Kopf kein Tanzplatz, sondern eineMooöbauk froher Gefühle war, langsam auf und ab und zogdie cingcschlafnen Tulpcnblätter auseinander, um aus diesemDlumcnkerkcr manches verspätete Bienchen loszulassen. End-lich lehnte er sich an den Thürstock des hintern Gartenthür-chcns und sah sehnend über die Wiesen ins Dörfchen hinab,wo die gereihetcn Eltern zusammen plauderten und den Kin-dern mütterlich-eitel nachschauctcn, welche heute zum ersten-und wol zum lctztcnmale spazieren gingen, weil Bauern undMorgenländer nur Sitzen lieben. Da rückte ein scheuesDaucrkinder-Piguet behutsam um die Gartenmauer herum,weil dasselbe den alten Staarmatz, den Gustav heute mitseinem Bauer ins Freie getragen, gern näher hören wolltein seiner ächt-ironischen Laune voll derber Schimpfwörter.Kinder sind in fremden Kleidern und an fremden Orten sick-fremd; aber Gustav hatte seinen Leitton, um mit ihnen insGespräch überzugchcn, zum Glücke bei der Hand, den Matz,