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Gott — nicht wie Erwachsene als ihres Gleichen, nämlichals ein Kind, sondern — als einen Menschen denken: so istdas sür ihr kleines Herz genug. Gustav ging nach diesenAbbitten wankend, zitternd, betäubt, wie wenn er das sähe,was er dachte — Gott — in die verlassene Kindheithöhlehinab, wo er unter der Erdrinde erzogen wurde und wo seineersten Tage und ersten Spiele und Wünsche begraben lagen.Hier wollt' er knien und in dieser zcrbrochnen Andachtstcllung,worin der Genius der Sonnen und Erden in jener vielleichtfrömmsten Zeit unscrs Lebens alle gefühlvolle Kinder erblickt,seine ganze Seele in einen einzigen Laut, in einen einzigenSeufzer verwandeln und sie opfern auf dem Dankaltar; aberdieser größte menschliche Gedanke riß sich wie eine neue Seelevon seiner los und überwältigte sie — Gustav lag, undsogar seine Gedanken verstummten. . . Aber die Stimmewird gehört, die in der Brust bleibt, und der Gedanke ge-sehen, der zurücksinkt unter den Strecken des Genius; und inder andern Welt betet der Mensch seine hiesigen verstummtenGebete hinaus.-^ —
Am Abende dieses heilig-seligen Tages trug eine wie-gende Ruhe auf ihren sichern Händen sein überfülltes Herz;er schlug nicht gewaltsam die kurzen Kinder- und Menschcn-Armc um die Freude, sondern diese schloß die Mutterarmeleis' um ihn. Dieser Zephyr der Ruhe wehte — anstatt daßder Orkan des JauchzenS den Menschen durch und wider allesreißet — noch am Pfingsttagc spielend um sein Leben vollkleiner Blüten, und sein Wesen lag wie auf einer sanft tra-genden Wolke, da die heitere Psingstsonne ihn fand; aber alsder Blumengeruch der geschmückten Brust, das Gefühl despressenden, rauschenden Anzugs, das Glockengeläut«:, dessen