Druckschrift 
1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
173
Einzelbild herunterladen
 

173

Augen allemal seine zwei Schuh liefern Iiumors« poceaEsbegleiteten.

Gustav ging an wehenden Frühlingnachmittagcn aufjungem Grase zu ihm und frcuete sich unterwegs auf zweihübsche Dinge. Erstlich auf diesen Missionar der heidni-schen Dorfjugend selber, dessen schwärmerischer Athcm GustavsIdeen, deren jede ein Segel war, wie ein Sturmwind be-wegte und der besonders in der letzten sechsten Woche, woer die jungen Sechswöchner über den Leisten des sechstenHauptstücks schlug, meines Gustavs Ohren so verlän-gerte, daß zwei Flügel daraus wurden, die mit seinemKöpfchen davon gingen. Zweitens spitzte dieser sich aufeine breite Binde über einem breiten Halstuch und der-gleichen Schürze, welches alles noch dazu so blütcnweiß warwie er und am schönsten Leibe in der ganzen Pfarrei saßan Rcg inens ihrem, welche darin sich auf das zweite Kom-muniziren vorbereitete. So etwas, mein Gustav, machte dichganz natürlich aufmerksamer als zerstreuet; und wenn mirdas Scholarchat nur eine halbe solche Muse statt desBauch-kisscnS meines lecken Konrektors auf dem Lehrstuhle cntgegen-gcstcllt hätte: Himmel! ich würde gelernt haben, ferner me-morirt, ferner deklinirt, desgleichen konjugirt, und endlicherponirt! Deshalb war cs zweitens eben keine Hererei,Gustav da blos dein Ohr der Windseite vom Pastorentgcgcnlag, das Auge aber der Sonnenseite von Reginen daß du wenig dir aus der halben Stunde machtest, dieder Senior darüber gab, um sein Gewissen zum Narren zuhaben. Er hielt, um den Frais- und Zentherrn und Beimerim Herzen, das Gewissen, stille zu machen, seine Kinderleh-ren eine halbe und seine Predigten drciviertel Stunden länger