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erste Antwort ist, daß die Konstituzion des Deutschen robustund gesund genug ist, um dem Flccksteber des Witzes wenigerausgesctzt zu sevn als andre Völker. Z. B. das witzige Buch„über die Ehe" oder Hamanns Schriften machen wir durchtausend reine Werke wieder gut, wo der Witz nicht darinist. Ich habe daher oft gedacht, so wie der Deutsche vonseinen Vorzügen wenig weiß, so weiß er auch von dem nichts,daß er nicht überflüssigen Witz hat, obgleich die Rezensentenmir und den Verfassern der Romane diesen Nebenfluß oft genugvorwerfcn. Aber ich und diese Verfasser verlangen unpar-teiische Richter hierüber; sogar diese sonst unbedeutenden Re-zensenten selber sind hierin einem Scncka und Rousseau, diebeide den witzigen Styl verdammten, bekämpften und dochhaschten, zu ihrem Ruhm so wenig ähnlich, daß sie den Feh-ler des WitzeS strenge an andern rügen und glücklich selbervermeiden.
Meine zweite Antwort ist tiefer: eh' der Körper desMenschen entwickelt ist, schadet ihm scdc künstliche Entwick-lung der Seele; philosophische Anstrengung des Verstandes,dichterische der Phantasie zerrütten die sunge Kraft selberund andre dazu. Blos die Entwicklung des Witzes, an dieman bei Kindern so selten denkt, ist die unschädlichste —weil er nur in leichten flüchtigen Anstrengungen arbeitet; —die nützlichste — weil er das neue Jdccn-Näderwerk immerschneller zu gehen zwingt — weil er durch Erfinden Liebeund Herrschaft über die Ideen gibt — weil fremder undeigner uns in diesen frühen Jahren am meisten mit seinemGlanze entzückt. Warum haben wir so wenig Erfinder undso viele Gelehrte, in deren Köpfen lauter unbeweglicheGüter liegen, und die Begriffe jeder Wissenschaft klubwcise