Druckschrift 
1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

142

habt, so gern dic Fluren und den freien Himmel seiner Hei-math! Er liebte das Stille und Enge neben sich und dasUnermeßliche in der Natur. O wenn du bei mir bist, Trau-ter, wie will ich dich schonen und lieben! Dein Auge sollnie trübe neben meinem Lehrstuhle werden, dein Herz nieschwer! Du zarte Pflanze sollst nicht mit einschneidendemBindfaden um mich wie um eine richtende Hopfenstange ge-schnurrt seyn, sondern mit lebendigen Ephcnwurzcln sollst duselber mich als etwas Lebendiges umfassen!

(Überhaupt hatte man im Hvppcdizclischcn Hause einverdammtes Hundeleben, wie ich selber oft sah, wenn ich undder Hausherr einander über die ersten Prinzipien der Moralblos moralisch bei den Haaren hatten: denn alles hatte daeinander dabei, aber physisch, ein Hund den ander» dieKnaben dic Mädchen die Dienerschaft einander dieHerrschaft die Dienerschaft der Professor dic Professorin,wovon ein merkwürdiges Faktum abgedruckt werden sollund alle diese einander wechselseitig nach der Vcrmischrcch-nung. Zum Unglück hatte Hoppcdizel nie Achtung fürirgend einen Menschen (mithin Verachtung auch nicht); erborgte alles, besudelte alles, kompromittirte jeden, verziehjedem und zuerst sich. Im Winterquartier des Rittmeisterswaren die vlfarbigcn Tapeten (Elle zu 24 Gr.) eine spanischeWand zwischen des Rittmeisters leerem Raum und zwischender Wanzen Wandspaltcn; der Dfcn war gut, aber wie derbabylonische Thurm ohne Kuppel; dic Zimmerdecke drohte(wiewol gleich manchen Thronhimmeln schon lange ohneSchaden) cinznbrechen und den größten Philosophen die Köpfeeinzuschlagcn, die von Stein auf dem Spiegeltische standen.Er hatte oft darum wenig Zartheit für die Leute, weil er