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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
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rigcn Binde im Wagen saß: konnte Gustav gar nicht znweinen aufhören und wollte ihm seinen Matz herauslangenund schenken; denn nicht die Größe, sondern die Gestalt deöLeidens bestimmt das Mitlciden.

Wenige Menschen, die nach Scheerau fahren, werdendas närrische Glück haben, daß ihnen zwei Stunden davorein einsamer Magen ohne den Pertincnz-Menschen aufstößet;Falkcnberg und seine Leute und Pferde hatten dieses Glück.Es kam angefahren der Magen, das dünne und dicke Ge-därm, die Leber, worin die Fürsten ihre Galle sieden, dieLunge, deren Luftbläschen die fürstliche Gallenblase sind,wie die Luftröhre der Gallengang derselben ist, und das Herz;aber kein Leichnam kam mit; denn der Leichnam, der regie-render Herr von Scheerau war, lag schon in der Erbgrust.Dieser Magen verdaute so viel wie sein Gewissen, nämlichganze Hufen Landes; und besser als sein dünner Kops, demWahrheiten und Gravamina eine schwere Speise waren; diepapinianische Magenmaschine blieb noch im Alter feurig, alsschon alles andere kindisch war. Er ritt, kurz vor seinemTode, Stundenlang einen Kammerherrn, den er wohlleiden konnte; gleichwol schob er wie ein ganz Verständigerden Teller und das Glas weg, wenn nicht der alte rechteInhalt in beiden war. Hinter dem Eingeweidesarge demReliquicnkästchen des Unterleibes fuhren der Obristküchen-meister, einige Beiköche, der Hofkellcreiadsnnkt und noch grö-ßere Glieder des Hofetats z. B. der Medizinalrath Fenk.Dieser und Falkenbcrg bemerkten einander nicht. Letzter stießheute auf lauter Seltenheiten, aus den Doktor, den er inItalien, und den Fürsten, den er noch auf der Erde suchte.Die gekrönten insolventen Eingeweide, die ihm auf diese