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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
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Geschichte, hiudcutet. Uebcrall werden nämlich im Werkedie Bilder des irdischen Vorübcrfliegens und Vcrstäubens,wie ägyptische Mumien und griechische Kunst-Skelette, unterden Lustbarkeiten und Gastmalcn ausgestellt. Nun soll aberdie Poesie mehr das Entstehen als das Vergehen zeigen undschaffen, und mehr das Leben auf den Tod malen als dasGerippe auf das Leben. Der Musenberg soll als derhöchste, alle Wolken überflügelnde Berg, der uns sowol denHimmel als die Erde Heller schauen läßt und zugleich dieSternbilder und den blumigen Thalgrund uns näher bringt,dieser soll der Ararat der im Wasser arbeitenden und schiff-brüchigen Menschheit seyn; wie sich in der Mythe*) Dcu-kalion und Pyrrha aus der Sündfluth auf dem Parnassuserretteten. So verlangt cs besonders unser Göthe, unddichtet darnach; die Dichtkunst soll nur erheitern und er-hellen, nicht verdüstern und bewölken. Und dieß glaub'ich auch; sa ohne eine anHeborne unwillkürliche> was maneben Hoffnung und Erinnerung nennt- wäre keine Wirk-lichkeit. zu ertragen, wenigstens zu genießen.

Aber eben so gewiß ist es, daß gerade die Jugend,diese lebendige Poesie, mitten unter ihren Blüteuästcn (fürsie aber schon Fruchtäste) und auf ihren sonnigen warmenAnhöhen nichts lieber dichtet und gedichtet liest als Nacht-gedankcn; und nicht nur vor der liebekranken Jungfrau, son-dern auch vor dem liebestarken Jüngling der darum einemSchlachttode weit begeisterter entgegen zieht als ein Alter schweben die Gottesäcker als Hangende Gärten in Lüftenund sie sehnen sich hinauf. Die Jugend kennt nur grüne

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