empfohlen und gepriesen, als er bei weitem weniger hoch,und mir viel näher stand. Neuerer Zeit nun weiß er aller-dings die humoristischen Charaktere — zumal in der zerrüt-tenden Nachbarschaft seiner Morgen-, Mittag-, Abend- undNachtgespenstcr, welche kein reines Taglicht und keinen festenErdboden mehr gestatten — zu einer romantischen Höhe hin-auf zu treiben, daß der Humor wirklich den ächten Wahn-witz erreicht; was einem Aristophanes und Rabelais undShakspcare nie gelingen wollen. Auch der heitere Ti eckthat in früheren Werken nach diesen humoristischen Tvll-beeren einige glückliche Sprünge, ließ aber als Fuchs stespäter hängen, und hielt sich an die Weinlese der Bachus-beeren der Lust.-
Dieses Wenige reiche hin, um zu zeigen, wie willigund freudig der Verfasser den hohen Stand- und Schwebe-punkt der fetzigen Literatur anerkenne. Unstreitig ist jetzodie Uelln ckonnn (wie man die Tollkirsche nennt) unsereMuse, Ui'iina clonnn und Alaeloinin und wir leben im poeti-schen Tollkirschenfest. Desto erfreulicher ist es, daß auch dieLesewclt diese poetische Hinaufstimmung auf eine freundlicheWeise begünstigt durch ihre Theilnahme, und daß sie, wiedas Morgenland, Verrückte als Heilige ehrt, und was stesagen, für ciugcgeben hält. (Überhaupt eine schöne Lorbeer-und Kirschlorbcerzeit!-
Bei allen neuen zweiten Ausgaben wird es dem Ver-fasser, der sie so gern zu recht verbesserten machen möchte,von neuem schmerzhaft, daß keine seiner Dichtungen ein unr-und eingreifendes Kunsturtheil über Charaktere und Geschichteund Sprache jemals hat erobern können. Mit einem allge-meinen Lobe bis zur Uebertreibung und mit einem ähnlichen