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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
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Dieser romantische Geist hat nun in Romanen undTrauerspielen eine Höhe und Vollkommenheit erreicht, überwelche hinaus er ohne Selberverflüchtigung schwerlich zugehen vermag, und welche man in der ganz gemeinen Spracheunbedenklich schon Tollheit oder Wahnwitz nennen kann,wenn auch nicht in der Kunstsprache. Von den Trauerspielenan des ohnehin nicht vcrstandrcichen Werners, bis hinauf zudem Ungurd und der Albancserin des vcrstandüberreichcnMüllncrs regiert ein seltner, luftiger, keines Bodens bedürf-tiger Wahnwitz die Charaktere und dadurch sogar einen Theilder Geschichte, deren Schauplatz eigentlich im Unendlichen ist,weil verrückte und verrückbare Charaktere jede Handlung,die man will, motiviren und rücken können. Sogar beiden größten Genien anderer Völker und früherer Zeiten suchtman Kunst-Verrückungen und Anamorphosen und Anagram-men des Verstandes, wie z. B. in des gedachten ProselytcnLuther oder Attila, umsonst. Sogar ein Sophokles glaubte,von seinen erbsüchtigen Kindern des Alterwahnwitzes ange-klagt, sie durch ein so verstandreiches Trauerspiel wie derOedipus zu Boden zu schlagen, aber in unserer Zeit würdewol ein deutscher Sophokles vor Gericht den Beweis seinesVerstandes durch kein anderes Gedicht führen, als durcheines, worin er seinen Haupt-Charakteren den ihrigen ge-nommen hätte.

Dieser romantische Kunst-Wahnwitz schränkt sich glück-licher Weise nicht auf das Weinen ein, sondern erstreckt sichauch auf das Lachen, was man Humor oder auch Launenennt. Ich will hier der Vorreden-Kürze wegen mich blosauf den kraftvollen Friedr. Hofmann berufen, dessen Callo-tische Phantasien ich früher in einer besonderen Vorrede schon