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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
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in seiner Ebbe, das Wellensprünge machen muß für dienächste Buchhändlermesse. Ach! man sollte alles Beste, zu-mal des Gefühls, nur Einmal auösprechen! Die Blü-ten der Krastbäume sind schmal und haben nur zwei ein-fache Farben, die weiße und rothe, Unschuld und Scham;hingegen die Blumen auf ihren dünnen Stängeln sindbreiter als diese, und schmücken sich mit brennenden Farben. Aber jedes erste Gefühl ist ein Morgenstern, der, ohneunterzugchen, bald seinen Zauberschimmer verliert und durchdas Blau des Tags verhüllt weiter zieht ....

Ich gerathe hier beinahe in dasselbe blumige Unwesendurch Sprechen darüber; aber eben wieder aus der angeführ-ten Ursache, weil ich über die jungfräuliche Kraft und Schön-heit, womit frische Gefühle zum erstenmale reden, schon sooft, und besonders in Vorreden gesprochen (ich verweise indieser zur zweiten Auflage der Mumien auf die neueste zurzweiten Auflage der grönländischen Prozesse); und so bewei-set sich der Satz schon dadurch, wie er sich ausspricht.

Man wird vielleicht dem Verfasser cS Nachsehen, daßer seinen ersten Roman zwei Jahre zu früh geschrieben,nämlich schon in seinem 28sten; aber im Ganzen, gesteht erselber, sollte man Romane nicht vor dem Jahre schreiben,wo der alte Deutsche seinen spielte, und ihn sogleich in Ge-schichte durch Ehe verwandelte, nämlich im 30sten Jahre.An Richardson, Rousseau, Göthc (nicht im lyrischen Wei-ther, sondern im romantischen Meister), an Fielding undvielen bewährt sich der Satz. Der Verfasser der unsicht-baren Loge hatte von Lichtenberg so starke Büßpredigten ge-gen die Menschenunkunde der deutschen Romanschreibcr undDichter gelesen, und gegen ihre so große Unwissenheit in