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Realien eben so wol, als in Personalien, daß er zum Glückden Muth nicht hatte, wenigstens früher als im 28stenJahre das romantische Wagstück zu übernehmen. Er fürch-tete immer, ein Dichter müsse so gut wie ein Maler undBaumeister etwas wissen, wenn auch wenig; sa er müsse(die Sache noch höher getrieben) sogar von Gränzwissen-schaften (und freilich umgränzen alle Wissenschaften die Poe-sie) manches verstehen, so wie der Maler von Anatomie,von Chemie, Götterlehre und sonst. — Und in der Thathat sich niemand so stark als Göthe — der unter allen be-kannten Dichtern die meisten Grundkenntnisse in sich ver-knüpft, von der Reichspraxis und Rcchtslchre an, durch alleKunststudicn hindurch bis zur Berg- und Pflanzen- undjeder Naturwissenschaft hinauf — als den festen und zierli-chen Pfeiler des Grundsatzes hingestellt, daß erst ein Dich-ter, welcher Licht in der einen und andern Sache hat, sichkann hören lassen, so daß sich'S hier verhielte mit den Dich-tungen, wie mit den Pflanzen, welche bei aller Nahrungdurch Wärme, Feuchte und Luft doch nur Früchte ohneGeschmack und Brennstoff bringen, wenn ihnen das Son-nenlicht gebrach.
Glücklicherweise hat sich freilich seitdem — seit dem ein-gegangenen Predigtamte Lichtenbergs und anderer Prosaisten— sehr vieles und zwar zum wahren Vvrtheite der Dichtergeändert. Menschenstudien vorzüglich werden ihnen vonKunstverständigen und Leihlesern willig erlassen, weil mandafür desto mehr im Romantischen von ihnen erwartet undfordert. Daher sind sogenannte Charaktere — wie etwa dievorkömmlichcn bei Göthe, oder gar bei Shaköpeare, sa wienur bei Lessing — gerade das, wodurch sich die neueren