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Hälfte des Saals durchschnitt quer über ein Vorhang, deraus seidenen Fenstergardincn zusammengesetzt war. DasOrchester mußte seine schreienden Fiedeln lange bearbeiten,weil die Schauspieler noch nicht zum Auftreten fertig scpnmochten.
Nach endlicher Aufrollung des Vorhangs stellte die Bühneein Zimmer vor, in welchem sich der Baron Grottauallein befand.
Herr von Tannhof crschrack über diesen Mann: denncs war ihm, als sah' er sich doppelt. Auch die übrigenZuschauer verwunderten sich des Anblicks. Der Theater-Baron, der Anfangs stumm und wie in Gedanken vertieftin einem Armsessel saß, trug nicht nur Taunhofs gewöhn-liche HauSklcivung, sondern drehte auch eine von dessenTabaksdosen durch die Finger und schnupfte daraus mitderselben Manier, die Jenem eigen war. Seine Sprachesteigerte die Verwunderung aufs höchste; sie glich derStimme des Herrn von Tannhof vollkommen. Er begannmit einem Selbstgespräche, worin er äußerte, daß er seinGcmüth von einer bcsondcrn Ahnung bewegt fühle.
Während dieses Monologs übcrbrachtc ein Bedienter einenBrief mit der Meldung: es habe ihn ein reitender Boteabgegeben.
„Aha! von meinem Bruder, dem General!" sagte derBaron, nachdem er die Aufschrift und das Siegel betrach-tet hatte.
Er erbrach den Brief und las: „Mein theurer Bruder,ich habe das Vergnügen, Dir die angenehme Nachrichtmitzutheilcn, daß sich Dein wackerer Sohn zum Rittmeisteraufgeschwungen und den Verdienstorden erhalten hat. SeineTapferkeit, wodurch er sich im letzten Feldzüge ganz beson-ders auszeichnetc, erwarb ihm diese Belohnung. FreueDich, glücklicher Vater, über den braven Jungen, der un-