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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Dcr Pfarrer verneinte die Frage nnd erinnerte sanftan den Spruch: Lasset die Tobten ruh»!

Allen Respekt vor den Tobten!" versetzte der Major.Doch der unschuldige Schwank, den ich jetzt erzählen will,wird ihre Ruhe nicht stören. Magister Gabel bcwirtheteeinsmals, bei Gelegenheit der Kirchen- nnd Schnlvisitation,den Superintendenten nnd mich. Nun weiß ich nicht,welcher Spaßvogel dem guten Magister gesagt hatte, daßder Doktor für sein Leben gern Lichter putze. Kurz, erpflanzte vor seinem Herrn Ephorus ein halbes DutzendKerzen auf, damit er bas Bergungen habe, sic zu schnäu-zen. Das that der Doktor denn auch und mußte es wohlthun, weil ihm, auf heimliche Veranstaltung des Pfarrers,bei diesem Geschäfte niemand zu Hülse kam. Nach derAbendmahlzeit ging ich mit dem Doktor, der bei mir über-nachtete, die Treppe hinab. Magister Gabel stieg vor unsher: in der linken Hand zwei Lichter und in der rechteneinen porccllancncn Teller, auf welchem eine blanke Licht-putze lag. Als wir nun an der Hausthür von ihm Ab-schied genommen nnd er sich mit vielen Kratzfüßen zuhohem Wohlwollen empfohlen hatte, präscntirte er demSuperintendenten die Lichtputzc und sagte mit unbeschreib-licher Freundlichkeit:Jst's Jhro Hochwürdcn noch ein-mal gefällig?"

O heilige Einfalt!" rief der Obcrforstmcistcr insallgemeine Gelächter, von welchem sich selbst der greisePfarrer nicht ansschloß. Einige fragten, was der Supe-rintendent entgegnet habe.

Er sah den Magister starr an," antwortete derMajorer bat um Erklärung des seltsamen Anerbie-tens; nnd als er nun erfuhr, daß er im Rufe eines lei-denschaftlichen Lichtputzcrs stehe, sagte er sanft: Das hat