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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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ihm siir scinc stattlichen Wunsche und empfahl ihm bei die-ser Gelegenheit Milde und Gelindigkeit gegen die Unter-thancu: denn der Gratulant war ein eiserner Nechtsgclehr-ter und mit der leidigen Sportelsucht ein wenig behaftet.

Er stutzte über die Ermahnung und versicherte hoch undthcucr, daß er immer nur dem Rechte seinen stracken Lauflasse.Das größte Recht ist oft das größte Unrecht;"crwicdcrte sein Principal.Ich will aber durchaus nicht,daß die heilige Justitia meine Untcrthauen zu Bettlernmacke."

Gott segne und erhalte Sic für diese Gesinnung!"sagte der cintrctcnde Pfarrer, der ebenfalls kam, um diegewöhnliche Steuer eines Glückwunsches zu entrichten, undcs mit kurzen, herzliche» Worte» that.

Der Gcrichtshaltcr hatte noch gern für scinc strengeGöttin eine ritterliche Lanze gebrochen; er unterließ csaber, weil er zwei Laien gegen sich hatte und er sich dasfestliche Mahl, wozu er geladen war, durch Aufwallungdes Blutes nicht verbittern wollte. So trat er denn mitheuchlerischer Ergebung ab, verfügte sich in die Gcrichts-stubc und begegnete den vorgeladeucn Parteien mit unge-wöhnlicher Katzcnfrcundlichkcit, damit Fräulein Claudine,die sich um die Rechtspflege des Dorfes fleißig bekümmerte,solches erfahre und dafür scinc» Rcisewagcn, wie sie bis-weilen that, mit Gastgeschenken belade.

3.

Gegen Mittag fand sich der Adel aus der Nachbarschaftein, und man ging zur Tafel, wo trefflich gegessen undgetrunken, aber wenig Erhebliches gesprochen ward.

Ein alter, seit zwanzig Jahren auf dem Lande vcgcti-