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„Das ist lustig!" ricf Arnold. „Man hielt mich fürtodt, und ich will nun erst anfangcn zu leben."
Indem er so wie ein frischer und gesunder Mensch sprach,richtete sich Ulrike hinter seinem Rücken langsam auf. Auchihr Bräutigam schlüpfte leise unter dem Tische hervor undsetzte sich neben sie. Arnold führte nun seine Begleiterinzu ihnen hin und sagte: Meine Wcrthcsten, ich habe dasVergnügen, Ihnen hier meine Frau vorzustellcn."
Ulrike sprang wie eine Furie auf. „Was sind das fürhöllische Blendwerke, die meinen Geist ganz verwirren!Sic ertrinken, mein Herr! werden in Ihrem alltäglichenbraunen Frack aus dem Wasser gezogen, werden mit mög-lichster Pracht und einer Lcichcnprcdigt begraben, undmachen dann Hochzeit!" —
„Wie?" ricf Arnold: „Ertrunken? In meinem braunenFrack? — O, der arme, unglückliche Mann!" —
Es war nämlich, wie er nun erzählte, vor einiger Zeitein dürftiger, von allen Nothwcndigkcitcn des Lebens ent-blößter, für einen reisenden Künstler sich ausgcbendcrFremdling zu ihm gekommen, hatte ihn um Unterstützunggebeten, und unter ander» Gaben eine vollständige Klei-dung von ihm erhalten. Aber bald nachher mußte er, wiesich jetzt zeigte, aus Lebensüberdruß in den Strom ge-sprungen oder durch einen widrigen Zufall hinein gcrathcnscpn; und so war während der Zeit, daß Arnold, nachvieljährigen Einladungen, einen entfernten Freund besuchte,sich in dessen Nichte verliebte und Hochzeit machte, diewunderbare Irrung entstanden.
Ulrike gericth bei dieser Entwicklung ganz ausser sich, undihre Lage war in der That nicht bcncidcnswcrth. Sie hatteeinen stockfrcmdcn Menschen mit großem Anfwande begra-ben lassen, hatte sich wegen einer Erbschaft, die min wie