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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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icrzcichnct, und Williams großes Notariatssicgcl, auf wel-chem sich zufällig ein Adler befand, darauf gedrückt. Diealten Herren, die kein Wort Französisch verstanden, unddie lateinische Umschrift des Siegels nicht lesen konnten,waren leicht zu umnebeln, und nickten leichtgläubig mitden Köpfen, als ihnen Eduard den vorgeblichen Entlassnngs-bricf zeigte. Dem raschen Oheim war cs schon genug,daß er de» thcurcn Neffen, der seine Maskcntracht beiWilliam abgelegt hatte, in bürgerlicher Kleidung zurückkommen sah. Er sprang wie ein fröhliches Kind ihm ent-gegen und erdrückte ihn beinahe vor Freuden in seinenArmen.

So wurden Eduard und Julie ein Paar, und die jungeschöne Frau that bald nach ihrer Vcrhcirathnng Zeichenund Wunder, indem sic den rauhen Weiberfeind so vonGrund ans bekehrte, daß er ihr bis auf den heutigen Tagordentlich den Hof macht. Er, den man sonst nie in Ge-sellschaft eines Frauenzimmers sah, lustwandelt oft mit ihrArm in Arm unter den Linden; und neckt ihn darüber einBekannter, so sagt er:Ich war ein ungerechter Thor,daß ich ohne Einschränkung ein Geschlecht haßte, das frei-lich zum Thcil ans böse» Sieben besteht, aber dagegenauch wahre Engel ausweisen kann. Denn bei Gott! werein so treues, gutes häusliches Weib hat, wie mein Neffe,der könnte mitten unter den Geistern des Himmels nichtglücklicher sehn."