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IV.
Liebe und Frauenhap.
Eduard, ein junger Mau» in Berlin, betrachtete dieFlnth der Unfälle, die sich im Herbst des Jahres 1806über Stadt und Land ergoß, als ganz unbedeutend gegensein eigenes schreckliches Unglück, daß eben damals seineGeliebte von ihrem grämlichen Vormunde unter Schloßund Riegel gehalten wurde. Er ging täglich einige Stun-den lang vor dem Staatsgefängnifsc der schönen Julievorüber, und hoffte von Augenblick zu Augenblick, sic we-nigstens an einem Fenster zu sehen; aber die fcstzugczoge-ncn Vorhänge bewegten sich so wenig, als Mauern. Dasärgerte ihn unaussprechlich; doch war niemand daranSchuld, als er selbst. Herr Elias Wipper, der Vor-mund, hatte seine Mündel blos darum mit Beistand desgerichtlichen Armes der nachsichtigen Obhut einer Baseentnommen und im tiefsten Hintcrzimmcr seines Hausescingekcrkcrt, damit aller Verkehr zwischen Eduard und demMädchen auf immer abgebrochen und zerstört werde.
Bei diesem strengen Verfahren hätte man glauben sollen,es müßte gegen den Liebhaber viel einzuwcnden scpn: dochdas war nicht der Fall. Der alte Neidhart wußte dem