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im Kloster. Doch des Ritters Erklärung war entscheidend;er verbot mit Heftigkeit allen Widerspruch, und so mußteman sich lediglich ans den lieben Gott verkästen, daß er denköstlichen Pfeil zu seinen Dienern lenken werde. Darumflehten sic mit brünstigen Gebeten; doch stützten sie sich dar-auf nicht allein, sondern eingedenk des alte» Sprichworts:„Hilf dir selbst, so wird dir Gott helfen!" sandten sie andem Tage, da der Pfeilschnß geschehen sollte, zwei listigeund bei dem Ritter wohlgclittcnc Ordensbrüder zu ihm,mit dem Anstrage, ihn während der wichtigen Handlungzu umgebe» und de» schwachen, zitternden Mann unbemerktin eine solche Stellung zu bringen, daß der Pfeil seinenWeg nach der Gegend des Klosters nehmen müsse.
Der Ritter ließ seinen Bogen spannen und sich auf denSöller des Schlosses tragen, um von dort aus den Erb-schuß zu thu». Die als Stimmhämmcr abgeordnctcn Mönchedrängten sich schmeichelnd an ihn, und cs gelang ihrerSchlauheit, ihn so zu wenden und zu richten, daß der ab-geschosscnc, mit dem Schenkuugsbrief umwundene Pfeilschnurstracks dem Kloster zuflog.
Der Abt und seine Jünger standen, in die Lust blickend,vor der Pforte. Sic sahen den Pfeil kommen, jubeltenkaut und tanzten ihm entgegen. Er senkte sich gemach zuihnen herab; Dionpsins streckte die Hand aus, um ihn auf-zufangcn; aber plötzlich, wie von einem Sturm ergriffen,hob er sich wieder, flog sausend bei dem Kloster vorbei,und sank Adelgunden, die mit ihrem Söhnlein vor derBauerhüttc saß, leicht und sanft, wie ein Roscnblatt inden Schooß.
Und in diesem Augenblicke verschied der Ritter auf der-selben Stelle, wo er den Schuß gethan hatte.
Adelgunde und ihr Kind beerbten ih n, und wer die Ge-