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Spitzkopf wollte bersten, da er sich, nachdem er drei Geg-ner glücklich zu Boden gestreckt batte, nun selbst aus demSattel gehoben sah. Mit stiller Wuth schlich er aus demZimmer, ließ eiligst anspannen, und fuhr, ohne daß ihnjemand vermißte, mit seinem Kammerdiener davon.
Kaum waren sie ans dem Thore, so bat Fnchsbalg, ihmdes folgenden Tages die Summe von hundert Thalcrnauszuzahlcn, die ihm der Hofrath für seine Mitwirkungbei den Frcicrsränkcn versprochen hatte.
„Wie kannst du daran noch denken?" sagte Spitzkopf.„Mein Versprechen geschah unter der Bedingung, wenn ichLottchcns Gemahl würde, und mit dieser Hoffnung ist auchdein Lohn in den Brunnen gefallen."
„Herr, das sind faule Fische!" fuhr der Kammerdienerhitzig ans.
Spitzkopf, der eben in einer wahren Bärcnlanne war,bestrafte diese Grobheit mit einer Ohrfeige. Ergrimmt gabihm der Empörer zwei dafür, sprang ans dem Wagen, undlief, von Rachgier gespornt, in den goldenen Löwe» zurück.Die Gesellschaft war noch beisammen. Keuchend trat erin ihre Mitte »nd beichtete haarklein alle sic betreffendePfiffe und Kniffe seines Herr». Man erstaunte und fragteihn, ob er diese Aussage vor Gericht eidlich bestätigen wolle.Er erklärte sich dazu bereit, und ward vor der Hand ent-lassen.
Indessen hatte das Posthorn den glücklichen Ewald mehr-mals zur Abreise gemahnt. Er riß sich endlich los. So-bald er fort war, machte ihn Gerhard den dreien, nun inRuhestand versetzten Liebhabern als seinen künftigen Eidambekannt. Sic stutzte» und erblaßten; der schuldige Glück-wunsch erstarb ihnen ans der Zunge, und einer nach demandern empfahl sich mit gezwungener Höflichkeit.
Linmbcin'S säinmtl. Schr. Vl. Bd. 13